eigene Wohnung - erster Teil

 

Oktober 2008 bis April 2009

 

 

Die erste Zeit in meiner Wohnung war gut. Ich wachte morgens auf und hatte das Gefühl angekommen zu sein. Ich musste noch meine Sozialstunden wegen des Autounfalls ableisten. Dies machte ich auf einem Isländer-Gestüt. Ich arbeitete also mit Pferden zusammen. Es war genau die richtige Aufgabe für mich. Ich durfte dort auch mitreiten. Ich bin durch das SPZ dort hin gekommen. Mein Betreuer vom SPZ kam einmal die Woche vorbei und half mir bei formellen Dingen.

 

Als ich meine Sozialstunden abgeleistet hatte, durfte ich auf dem Gestüt dreimal pro Woche arbeiten. Es machte mr viel Spaß und ich war ausgeglichen. Zudem verdiente ich mir noch Geld nebenbei.

Weihnachten verbrachte ich bei meinen Eltern und Sylvester kam meine Familie zu mir. Leider wurde ich an Neujahr krank. Ich bekam eine Magen - Darmgrippe. Ich konnte eine Woche lang nicht arbeiten gehen. Das brachte mich aus meiner Ausgeglichenheit raus. Als ich das nächste Mal arbeiten war, bekam ich einen Stromschlag von den Zäunen - nichts ungewöhnliches, es war mir schon öfter passiert. Aber daraufhin bekam ich eine solche Angst vor diesen Zäunen, dass ich sie nicht mehr anfassen konnte. Ich brach die Arbeit ab.

Das tat mir gar nicht gut. Ich fing wieder an mich häufiger zu verletzen. Und ich machte unendlich viele Schulden. Im Februar war ich zu Krise in der Psychiatrie - das erste und einzige Mal auf einer offenen Station. Ich war dort eine Woche. Dann bin ich wieder nach Hause.

Die nächste Zeit hatte ich nichts mehr zu tun. Nur einmal in der Woche kam mein Betreuer. Er versuchte mich zu allem Möglichen zu motivieren, aber ich ließ ihn nicht mehr an mich ran. Im April ging ich wieder in die Psychiatrie.


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