Psychiatrie für Erwachsene, Haupthaus


 

Aufenthalte zwischen April 2009 und September 2009

 

 

Diesmal kam ich auf eine geschlossene Station im Haupthaus. In den nächsten drei Wochen versuchte ich mich wieder einigermaßen zu stabilisieren, was gar nicht so einfach war. Ich war in der Zeit auch das erste Mal fixiert - am Bett festgebunden, damit ich mir nichts antue.

 

Ich lernte eine junge Frau kennen und wir beschlossen zusammen zu ziehen. Sie konnte nicht mehr zurück nach Hause, da sie vor ihrer Wohnung von Nachbarn zusammen geschlagen worden war. Als ich entlassen wurde, kam sie mit in meine Wohnung. Zwei Wochen lang ging das gut. Wir suchten nach einer gemeinsamen Wohnung. Dann jedoch gab es Streit und wir beschlossen, doch nicht zusammen zu ziehen. Sie zog am gleichen Tag noch aus.

Ich ging zu einer Therapeutin aus dem Haupthaus. Mir ging es wieder schlecht und ich wollte Hilfe. Von dem Tag an hatte ich dann eine ambulante Therapie bei dem Oberarzt meiner Station.

Einige Wochen später musste ich wieder zur Krise in die Klinik. Diesmal kam ich auf eine andere Station. Dort verletzte ich mich täglich und bekam einen Unterbringungsbeschluss. Damit ich mich nicht entlassen lassen konnte, wenn ich wollte und ich noch nicht wieder stabil war. Nach einer Woche jedoch wurde ich entlassen. Am gleichen Abend nahm ich Tabletten. Ich war sofort wieder mit der Situation zu Hause überfordert, meine Betreuung durch das SPZ hatte ich schon Wochen zuvor aufgegeben. Zum Glück.

Ich kam also wieder ins Krankenhaus und danach nochmal in die Psychiatrie. Für eine Nacht. Dann ging ich wieder.

Kurz danach, in den Sommerferien, war ich wiede rzurück im Haupthaus - und ging bald wieder.

Und dann kam mein bis heute schlimmster Aufenthalt in der Psychiatrie. Ich hatte die ambulante Therapie schon wieder aufgegeben. Ich verletzte mich auch wieder oft. Meine Mutter schickte mir einen Krankenwagen, als ich aufgrund einer Panik vor dem kurz bevor stehenden Gewitter, kurz vor einem Zusammenbruch stand. Ich kam wieder auf meine Station.

Die nächsten Tage waren geprägt von Selbstverletzungen. Ich ritzte mich und ich strangulierte mich. Ich ruschte immer wieder bewusst oder unbewusst in die Dissoziation. Drei Wochen lang musste ich jeden Abend fixiert werden, damit ich mich nicht umbringe. Ich lag viele Stunden fixiert im Bett und starrte die Wände an, ohne irgendwas wahrzunehmen. Ich bekam immer neue Unterbringungsbeschlüsse. Nach drei Wochen wurde ich dann "wach". Ich fing wieder an mitzuarbeiten und mich zu stabilisieren. Ich musste eine Woche lang zeigen, dass ich satbil war und auch Beurlaubungen nach Hause ohne Rückfall bewältigen konnte. Erst dann durfte ich wieder nach Hause, zurück in meine Wohnung.


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