Gedichte, entstanden in der Jugendpsychiatrie

Dunkler Geburtstag

Dunkelheit
legt sich über mich.
Mein Körper
wird kalt.

Ich denke nach.
Über
die Geschehnisse
des heutigen Tages.

Er war lang,
zu lang...
Doch dann
ist er irgendwann
zu Ende geganen.

Und die Dunkelheit
ist gekommen.
Die Dunkelheit
der Nacht.
Und mit ihr
die Kälte
des Winters.

Ich weiß,
morgen wird
es anders sein.
Denn morgen ist
mein Geburtstag.

Er wird
schnell rumgehen,
zu schnell.

Und am Ende
holt mich wieder,
die Dunkelheit und
die Kälte
des Winters
ein.


Ich war einmal

 

Ich war einmal
gesund und munter
fröhlich und heil

Doch dann
fing es an
und ging immer weiter

Die schmerzen
in meinem Herz
in meiner Seele

Aushalten kann ich es nicht
nicht mehr
nie mehr

Greife zur Klinge
immer wieder
immer mehr

Doch es macht mich
Nicht mehr froh
die schmerzen bleiben

Tag und nacht
ein und dieselbe frage
WOZU?

Wozu
kann ich nicht beantworten
lasse es

Fasse meinen entschluss
bin mir sicher
immer mehr, jeden tag

Tue es
werde es durchziehen
keiner wird mich retten

ich war einmal
jetzt bin ich
nur noch
tod


Hoffnung - was ist das?

Hoffnung - was ist das?
Ist es das Warten auf bessere Zeiten
Das Warten auf des Lebens neue Seiten?

Kann man überhaupt auf bessere Zeiten warten?
Oder muss man was tun, muss man durchstarten?

Muss man was tun für sich
Damit man nicht untergeht, sicherlich?

Die Hoffnung nie aufgeben - was heißt das?
Heißt es selbst an den schlechtesten Tagen
Schritte in ein neues Leben zu wagen?

Doch wie kann man hoffen jeden Tag
Wenn man doch nicht mehr leben mag?

Wozu hoffen, wenn es doch nichts mehr zu hoffen gibt?
Wenn man im Leben nichts mehr für sich sieht?



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